SV Mettlach – VfL Primstal 3-1

Aus dem Konzept gebracht
Von  Philipp Semmler,

17. November 2015, 00:00 Uhr

 

Ins Straucheln geraten: Pascal Schmidt (links im Duell mit Mettlachs Torjäger Thomas Will) brachte Primstal mit 1:0 in Führung, kam dann aber ebenso wie der gesamte VfL aus dem Tritt. Foto: Britz Foto: Britz
Fußball-Saarlandligist SV Hasborn hat sich im Heimspiel gegen Friedrichsthal trotz einer 1:0-Führung bis kurz vor Schluss mit einem 1:1 begnügen müssen. Bei einem Sieg wäre der SV auf Tabellenplatz sechs vorgerückt.
Freudestrahlend tanzten die Spieler des SV Mettlach am Samstag nach dem 3:1-Erfolg im Spitzenspiel gegen den VfL Primstal im Kreis. Durch den Dreier haben die Blau-Weißen nicht nur erfolgreich ihre Tabellenführung vor dem FV Diefflen verteidigt. Mettlach sicherte sich auch die Herbstmeisterschaft und schüttelte zudem mit Primstal (jetzt acht Punkte Rückstand) einen direkten Verfolger im Titelrennen ab. „Der VfL hat uns richtig gefordert“, meinte Mettlachs Trainer Christoph Gläsner. „Ich denke aber, dass wir verdient gewonnen haben, weil wir in der zweiten Hälfte in allen Belangen einen Tick stärker waren als der Gegner.“

In der 14. Minute gingen die Gäste sogar noch in Führung. Tobias Scherer eroberte vor dem gegnerischen Tor die Kugel und bediente Pascal Schmidt. Der zog aus 20 Metern ab, und das Leder schlug neben dem linken Pfosten zum 1:0 ein. Ganz unhaltbar war der Schuss für Mettlachs Schlussmann Philipp Schreier aber nicht. Doch nur drei Minuten später machte der Torhüter seinen Lapsus wieder gut, als er einen Schuss von Steffen Backes aus kurzer Distanz glänzend parierte.

Als die meisten Zuschauer damit rechneten, dass die Gäste mit einer Führung in die Pause gehen würden, glich Mettlach in der 43. Minute doch noch aus. Zunächst landete ein Freistoß von Torjäger Thomas Will am Pfosten. Danach kam das Leder zu Alex Schmitt, der an Arend scheiterte. Der Ball war immer noch nicht aus der Gefahrenzone, als es plötzlich einen Pfiff gab. Schiedsrichter Jan Dennemärker gab Elfmeter für die Gastgeber.

Was war passiert? Im Gewühl vor dem Tor gab es einen Zusammenprall zwischen VfL-Abwehrspieler Marc Pesch und Mettlachs Schmitt. „Für mich war der Elfer fragwürdig“, ärgerte sich VfL-Trainer Andreas Caryot. „Ich habe die Situation nicht gesehen, weil ich mich nach den beiden vergebenen Chancen weggedreht hatte“, sagte Gläsner. Fernsehbilder bewiesen: Die Entscheidung war okay. Will verwandelte den Strafstoß zum 1:1. „Dieses Gegentor hat uns aus dem Konzept gebracht. Wir haben danach in der zweiten Hälfte kaum noch Entlastung gefunden“, so Caryot weiter.

Stattdessen war nun überwiegend Mettlach am Drücker. Vier Minuten nach der Pause hatte Will Pech bei einem Lattenschuss, in der 69. Minute fiel aber doch das 2:1 für die Hausherren. Andreas Becker spielte den Ball auf links zu Will. Der lief Richtung Strafraum, legte wieder für Becker auf, und der Angreifer überwand VfL-Schlussmann Arend mit einem Schuss ins lange Eck. Fünf Minuten später machte Mettlach mit dem 3:1 den Sack zu. Ein Schuss von Pascal Reiter schlug neben dem rechten Pfosten ein.

Für Primstal war die Niederlage in Mettlach das zweite verlorene Spitzenspiel in Serie. Eine Woche zuvor hatte der VfL mit 1:2 gegen den FV Diefflen den Kürzeren gezogen. „Das wird uns nicht umwerfen. Wir sind zwar jetzt ein wenig angeschlagen, aber wir werden wieder aufstehen“, so Caryot.

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